Donnerstag, 8. September 2011

Sierra Nevada war gestern




Ab jetzt heisst es Sierra de Gador. Dieser Höhenzug liegt noch zwischen uns und dem Mittelmeer.

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Ach wie schön kann Asphalttreten sein...

Die gestrige Etappe zollt ihren Tribut. Die Popöchen schmerzen und die Beine sind schwer wie Blei. Also haben wir uns beim Frühstück für die Chicken Route entschieden.

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Briefing von der "Homebase"

Guten Morgen, ihr Helden.

falls ihr auf der heutigen Route wie geplant die beiden von Christel empfohlene Arabesken machen wollt, hier noch zwei Hinweise von Christel:

1) Noch mal zur Erinnerung: Auf dem ersten Bogen geht der Weg irgendwann mal parallel zu einem (vermutlich ausgetrockneten) Flussbett. An der kritischen Stelle führt das Flussbett weiter geradeaus, der Fahrweg biegt kurz vor der Absprungkante In den Abgrund links ab.
Also immer schön die Augen auf.

2) Beim zweiten Bogen ist sich Christel nicht mehr ganz sicher, welchen Track sie uns gemailt hatte. Aber wenn ihr an einem alten, verlassenen Bahnhof vorbei kommt ("Fuente Santa"), ist es wohl nicht ganz einfach zu finden, wie es weiter geht. Also, eigentlich ist es schon einfach: nicht viel nachdenken und dem GPS-Track hinterher. Der quert wohl die alten Gleise und dann muss man an/hinter einer Betonschwelle eine 2 m hohe Stufe (auch Beton?) hoch und sieht den Weg dann wieder. Ich zitiere Dr. H.: "Probleme sind dafür da, dass man sie löst."
In diesem Sinne: auf geht's, Buben!

Auftakt Tag 6

Von Benecid nach Tabernas






Heute geht es raus aus der Sierra in die Wüste. Höhenmeter sind wohl nicht die Herausforderung, sondern eher die Temperatur. Lassen wir uns überraschen...
Jetzt erst einmal frühstücken.




Position:Calle Iglesia,Fondón,Spanien

Mittwoch, 7. September 2011

Zusammenfassung Tag 5

7. Sep. 2011 - Von Yegen nach Benecid

Da waren's nur noch zwei. Zum Frühstück erklärte uns Carsten, dass er wegen seiner sich verschlimmernden Erkältung aussteigen müsse. Die beste Lösungsalternative dieses Problems (Probleme sind zum Lösen da!) war die Errichtung der Homebase in San Jose, wo sich Carsten drei Tage auskurieren soll, um an der letzten Etappe wieder teilnehmen zu können. Schau'n mer mal, ob's klappt (keep your fingers crossed!).
Derweil starten Micha und Lutz nichtsahnend zur Mutter aller Etappen. Dass es am Ende über 90 km und mehr als 2000 hm werden, ließ sich bis dahin noch nicht erahnen. Wunderschön garniert wurde die Etappe durch eine Reifenpanne, eine Carry-Your-Bike Einlage wegen weggespülter Strasse sowie ungeplanter Höhenmeter, als wir uns verfuhren. Versöhnt wurden wir, nachdem wir 10,5 Stunden unterwegs waren, durch zwei grosse Clara, das ist die andalusische Variante des Radlers.

Die Fakten:
Gefahrene Strecke: 92 km
Aufstieg gesamt: 2.260 Hm
Max. Höhe: 2.328 m
Durchschnittsgeschwindigkeit Fahrt: 12,6 km/h
Gesamt-Fahrzeit (im Sattel): 7:16 h
Stationen: Yegen, Las Praderas, Piedras del Sabinar, Puerto de la Ragua, Monterrey, Laujar de Andarax, Fuente Victoria, Fondón, Benecid

> GPS-Track






Position:Calle Iglesia,Fondón,Spanien

Via rota #2

Damit hatten wir nun gar nicht mehr gerechnet. Nachdem wir uns verfahren hatten und unnötige 80 hm in die Beine gepumpt hatten, durften wir jetzt auch noch eine zweite Begegnung mit einer weggespülten Stasse machen. Es war jetzt bereits 19:30h und wir machten uns Sorge wegen des Tageslichts. Zum Glück konnte man mit den Bikes in das Flussbett absteigen und sie entlang des Ufers tragen, bis wir die Strasse nach 200m wieder erreicht hatten.





Das musste ja mal passieren

So ein ungewollter Zwischenstopp kommt immer zum falschen Zeitpunkt. Dennoch kann man kurz verschnaufen und ein bisschen trinken. Wir haben nur den Schlauch getauscht, Flicken können wir auch in Berlin.





Ankunft am Ragua Pass

Der Ragua-Pass stellt die einzige befahrbare Nord-Süd-Verbindung über die Sierra Nevada dar. Für uns ein Zwischenziel, da wir von hier noch weitere ca. 300 hm steigen müssen, bis die lang ersehnte Abfahrt nach Benecid beginnt.

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Mittagspause am Wasser

Nach gut 35 km haben wir ein schönes Plätzchen gefunden, um unsere Bocadillos zu metabolisieren. Der Platz war so idyllisch, dass es sich anbot, dort eine "tiefe Kontemplationsphase" zu durchleben.







—-- Artikel wurde auf meinem iPhone erstellt

Staubiger Aufstieg

Nachdem wir Carsten in Yegen verabschiedet hatten, hiess es erst einmal steigen. 900 hm ging es über eine mehlweisse Piste ebensolcher Beschaffenheit nach oben.




Vom Kamm des Höhenzuges können wir noch einmal die 3000er der Sierra Nevada sehen.




Auf der ganzen Etappe liegt kein Ort. Daher waren wir mit Bocadillos und weiteren Wasserflaschen gerüstet. Die Brunnen unterwegs waren immer gut ausgeschildert und entgegen unserer Erwartung reichlich vorhanden.





Carstens Tag 5

Mein Tag ist schnell erzählt:

Nach der frustrierenden Entscheidung aus der Tour auszusteigen und der Verabschiedung von Lutz und Micha, habe ich am El Rincon de Yegen gesessen und gewartet und was getrunken und gewartet und was gegessen und gewartet und nochmal gewartet - bis mich endlich um kurz nach 16:00 Uhr Christel von Almeria Bike Tours abgeholt und in gut zwei Stunden nach San Jose östlich von Almeria gefahren hat.

Dort wohne ich im Hotel Don Ignacio, in dem wir zusammen erst am Freitag eintreffen wollten. Das Hotel liegt direkt am Strand - und ich muss sagen, das tröstet schon ein klein wenig über das vorzeitige Ende der Tour hinweg.



P.S. Für alle, die schon sehnsüchtig auf den Tagesbericht von Micha und Lutz warten, nur so viel: Sie scheinen überlebt zu haben. O-Ton Lutz in einer Kurzmitteilung um 20:20 Uhr (!!!): "Angekommen! Das war die Mutter aller Etappen!"

Auftakt Tag 5

7. Sep. 2011 - Von Yegen nach Benecid

Blick aus unserem Zimmerfenster heute morgen um kurz vor 8:00 Uhr.



Was sich gestern Abend bereits andeutete, hat sich über Nacht bestätigt: Carsten ist jetzt so stark erkältet, dass er die Tour abbrechen muss.


Er wird sich heute irgendwie zu unserem Zielort der Tour, nach San José, durchschlagen und dort bis Freitag auf Lutz und Michael warten.

Lutz und Micha starten gegen kurz vor 10:00 auf die heutige Etappe über den Pass Puerta de la Ragua nach Benecid. Vor ihnen liegen 88 km und 1.900 Hm - und hoffentlich Wege ohne Unterbrechungen. Carsten wünscht gute Fahrt.